Cala Croce, der bequeme Strand gleich vor dem Ort
Foto: Luca Siragusa / CC BY 2.0

Cala Croce, der bequeme Strand gleich vor dem Ort

Weißer Sand, Wasser, das über Meter hinweg flach bleibt, und der Ort einen kurzen Fußweg entfernt. Cala Croce liegt genau zwischen der bequemen Guitgia und den wilden Buchten im Südwesten.

Heute: Nordostwind (Grecale) 12 Knoten. Diese Bucht liegt geschützt, das Meer sollte ruhig sein. Kompletter Wind-Guide

Cala Croce öffnet sich zur Südküste, unweit des Zentrums, an der Straße, die vom Hafen nach Westen führt. Eine Felszunge teilt die Bucht in zwei Sicheln aus weißem Sand, die erste breiter und voller, die zweite geschützter. Das Meer läuft flach ein, der Grund ist Sand, und die Tiefe nimmt langsam zu, ohne Stufen oder plötzliche Löcher. Von der Straße wirkt die Bucht klein, im Wasser verteilt sich der Platz besser, als du denkst.

Das ist der Strand, den du nimmst, wenn du nichts organisieren willst. Kein Boot, kein langer Fußweg in der prallen Sonne, keine Reservierung. Du nimmst den Roller und bist in wenigen Minuten da, und wenn du das Wasser vergisst, bekommst du oben am Abstieg trotzdem etwas zu trinken. Der Preis dieser Bequemlichkeit ist Gesellschaft, denn im August füllt sich der Sand ab dem späten Vormittag. Wer das weiß, kommt früher.

Cala Croce auf einen Blick
Zugangmit Auto oder Roller
Entfernung1,5 km vom Ort, 20 Minuten zu Fuß
UntergrundSand
Wassertiefeflach am Ufer
Schattenwenig
EinrichtungenStrandbad, Bar und Verleih
Parkenvorhanden
Mit Kindernsehr gut
Schnorchelnzum Einstieg
Geschützt beiNordwind (Tramontana), Nordostwind (Grecale), Maestrale (Nordwest)
Ungeschützt beiSüdwind (Ostro), Schirokko (Südost), Südwestwind (Libeccio)

Anfahrt

  1. Vom Zentrum nimmst du die Straße, die am Hafen nach Westen führt, nach einigen hundert Metern öffnet sich die Bucht links.
  2. Mit dem Roller sind es wenige Minuten, zu Fuß ein längerer Fußweg, mit leichter Steigung auf dem Rückweg.
  3. Stell das Fahrzeug auf dem freien Platz am Eingang ab, ist er voll, fahr weiter, ohne Zufahrten zuzustellen.
  4. Zum Sand geht es über Fels und ein paar Stufen hinunter, uneben und stellenweise glatt, halte die Hände frei.
  5. Der Kiosk liegt oben am Abstieg, Wasser und Kaffee holst du dir also besser vorher.

Wie das Wasser ist und wie weit es flach bleibt

Nahe am Ufer reicht dir das Wasser bis zu den Knien und bleibt über mehrere Meter so, und genau deshalb funktioniert die Bucht so gut mit kleinen Kindern und mit allen, die unsicher schwimmen. Der helle Sandgrund hält die Farbe über die ganze Bandbreite des Blaus, auch mittags bei hoch stehender Sonne. Zur Mitte hin fällt der Grund allmählich ab, draußen auf etwa acht Meter: du stehst nicht mehr, siehst bei ruhigem Wasser aber weiterhin den Boden.

Schnorcheln ist hier Einsteigerniveau und sollte auch so genommen werden. Die Mitte der Bucht ist fast nackter Sand, das Leben sitzt an den felsigen Rändern: folge mit der Maske dem Fels, und nach wenigen Metern findest du Seeigel, Seeanemonen, Geißbrassen und weidende Schwärme von Goldstriemen. Weiter draußen tauchen Flecken von Posidonia auf, kein Schmutz, sondern die Unterwasserwiese, die alles zusammenhält. Du bist hier im Meeresschutzgebiet: schauen ja, anfassen nein, und füttern schon gar nicht.

Wann es voll wird und wie du früher da bist

Die Bucht füllt sich vom Land her, nicht vom Meer, und das Signal ist der Parkplatz: ist er voll, ist der Sand es längst. Im Juli und August schließt sich das gute Zeitfenster gegen zehn Uhr morgens, danach kommen alle auf einmal. Wenn du spät aufstehst, dreh den Tag um und komm ab fünf am Nachmittag, wenn viele zum Duschen hinaufgehen und das Licht auf dem Wasser weicher wird. Um die Mittagszeit öffnet sich eine zweite Lücke, dann brennt die Sonne allerdings am härtesten.

Bei Maestrale top, bei Schirokko sinnlos

Cala Croce blickt nach Süden und liegt im Windschatten von allem, was aus Norden kommt. Beim Maestrale (Nordwest) zieht der Wind hinter dir vorbei, überspringt die Insel und hat hier keinen Raum für Wellen, die Bucht bleibt glatt und klar. Beim Schirokko (Südost) ist es umgekehrt: er weht vom offenen Meer direkt in die Bucht, baut kurze Wellen am Ufer auf, wühlt den Sand auf und lässt milchiges Wasser zurück, in dem die Maske nichts nützt. Verleg den Tag dann auf die Ostseite, nach Cala Pisana, Cala Creta oder Mare Morto.

Kaum Schatten, was in den Rucksack gehört

Natürlichen Schatten gibt es fast keinen, der Fels im Rücken gibt erst spät am Tag ein wenig ab. Wenn du keinen Schirm vor Ort mietest, nimm einen mit, dazu ein großes Tuch, reichlich Wasser und eine wasserfeste Sonnencreme, die du nach jedem Bad erneuerst. Nützlich sind ein leichtes Shirt für die Kinder, ein Hut und Badeschuhe, denn mittags brennt der Sand und der Abstieg führt über blanken Fels. Halte auch etwas Bargeld bereit, viele kleine Betriebe nehmen es lieber.

Sei beim Parkplatz früher dran

Der Platz am Eingang ist kostenlos, aber klein. In der Hochsaison bist du besser bis halb zehn da, oder du kommst mit dem Roller, denn eine Lücke, in die kein Auto passt, findest du fast immer. Ist alles belegt, fahr weiter und geh das letzte Stück zu Fuß, statt eine Zufahrt oder eine Kurve zuzustellen.

Boote in der Bucht und Schwimmen nach draußen

Im Sommer fahren einzelne Boote in die Bucht und halten vor der Cala. Bleib im Badebereich, wenn er mit Bojen abgesteckt ist, und nimm eine Signalboje mit, wenn du dich mit Maske und Flossen weiter hinauswagst, denn vom Boot aus sieht man einen Kopf im Wasser erst spät.

Wo Cala Croce liegt

Karte der Buchten Lampedusas nach KüstenseiteLampedusa (paese)Lampedusa (paese)AeroportoAeroportoCapo PonenteCapo PonenteAlbero SoleAlbero SoleCapo GrecaleCapo GrecalePorta d'EuropaPorta d'EuropaGuitgiaGuitgiaCala CroceCala CroceCala MadonnaCala MadonnaCala MalukCala MalukCala FranceseCala FranceseSpiaggia dei ConigliSpiaggia dei ConigliCala PulcinoCala PulcinoTabaccaraTabaccaraCala PisanaCala PisanaCala CretaCala CretaMare MortoMare Morto
Südküste (geschützt bei Maestrale)Ostküste (geschützt bei Schirokko)Nur per BootHeute empfohlenUmriss OpenStreetMap (ODbL)

Buchten in der Nähe

Häufige Fragen

Kommt man vom Ort zu Fuß hin?

Ja, es ist ein längerer Fußweg vom Zentrum an der Straße nach Westen, mit einem letzten Abschnitt, auf dem der Gehweg nicht durchgehend ist. Geh auf der Seite, von der du die Autos kommen siehst, und halte Kinder innen. Auf dem Rückweg wartet eine leichte Steigung. Im Sommer meidest du besser die Mittagsstunden und gehst früh morgens oder am späten Nachmittag.

Ist die Bucht für kleine Kinder geeignet?

Sie gehört zu den besten Adressen der Insel, mit feinem Sand, Wasser, das über mehrere Meter flach bleibt, und einem Grund ohne Steine. Zu planen ist nur der Abstieg vom Parkplatz, kurz, aber über Fels: ein sehr kleines Kind trägst du besser hinunter und lässt den Kinderwagen oben. Nimm einen Sonnenschirm mit, natürlichen Schatten findest du nicht.

Gibt es Parkplätze und kosten sie etwas?

Am Eingang liegt ein freier Platz, er ist aber klein und in der Hochsaison früh belegt, meist bis zum späten Vormittag. Mit dem Roller erledigt sich das Problem fast immer. Ist alles besetzt, fahr die Straße weiter, stell das Fahrzeug so ab, dass es keine Zufahrt und keine Kurve blockiert, und geh die letzten Meter zu Fuß.

Sieht man mit Maske und Schnorchel etwas?

Ja, aber erwarte nicht die Unterwasserwelt von Cala Creta oder Tabaccara. Die Mitte der Bucht ist fast nackter Sand, das Leben sammelt sich an den felsigen Rändern, wo du nach wenigen Metern Seeigel, Seeanemonen, Geißbrassen und Goldstriemen findest. Du brauchst ruhige See, denn schon wenig Welle wirbelt Sand auf und nimmt dir die Sicht. Fass nichts an, du bist im Meeresschutzgebiet.

Wann meidet man die Bucht besser?

An Schirokko-Tagen, weil die Cala nach Südosten offen ist und dann kurze Welle und trübes Wasser hat: dann wechselst du besser auf die Ostseite, nach Cala Pisana, Cala Creta oder Mare Morto. Auch die Mittagsstunden im August lässt du besser aus, wenn Sand und Parkplatz am vollsten sind und es keinen Schatten gibt. Beim Maestrale dagegen ist sie einer der ruhigsten Orte der Insel.

Vom Meer aus sehen

GetYourGuideTouren und Aktivitäten auf Lampedusa ansehen